Mit Strategie zu mehr Selbstbewusstsein

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Jeder kennt sie – diese gutaussehenden, charmanten, witzigen Menschen, die gefühlt ein ideales Leben leben und scheinbar mühelos alles zum Erfolg machen. Da kann man schnell neidisch werden und, noch viel schlimmer, beginnen an sich selbst zu zweifeln.

Ich kenne das. Ok, nach Außen scheine ich sehr selbstbewusst, halte beruflich sogar Vorträge vor hunderten Menschen, ohne das kleinste bisschen nervös zu sein, und bin selten sprachlos. Aber trotzdem war ich zwar immer laut und redegewandt, aber sicher nicht immer selbstbewusst.

Ich war immer irgendwie anders, kenne das Gefühl ungewöhnlich zu denken, andere Vorstellungen von einem idealen Leben oder Beziehungen und andere Hobbies und Interessen zu haben, als mein Umfeld. Das alles hat mich lange Zeit wirklich verunsichert, da all dieses „Anders-Sein“ an meinem Selbstbewusstsein nagte. Ich sehnte mich danach „normal“ und „cool“ zu sein.

Von beidem bin und war ich unendlich weit entfernt. Ich kann weder behaupten mich modisch und entsprechend der neuesten Trends zu kleiden, noch irgendwelche hippen Handschläge zu beherrschen, geschweige denn cool (umgangssprachlich) zu sprechen. Ganz sicher bin ich kein Profi im Flirten und ich kann keinen einzigen Witz erzählen, auch wenn mein Leben davon abhinge. Aber heute stört mich das überhaupt nicht mehr, denn ich habe gelernt mich selbst zu lieben – mit all meinen Stärken und Schwächen, mit allen seltsamen Angewohnheiten und Interessen. Ich gehe selbstbewusst durchs Leben und erkenne meine Unsicherheiten, die ich natürlich wie jeder andere auch habe, an.

Genau diesen Prozess habe ich nicht nur bei mir selbst miterlebt, sondern auch bei vielen anderen Menschen, die ich über die Jahre beruflich begleitet habe. Wenn du also auch den Wunsch nach mehr Selbstbewusstsein hast, dann habe ich eventuell ein paar Erfahrungen, die dir helfen könnten. Dieser Gedanke auf jeden Fall ist es, der mich motiviert diesen Blogbeitrag zu schreiben.

Ursachen für fehlendes Selbstbewusstsein

Also, warum bist du nicht selbstbewusst und noch viel wichtiger: Wie kannst du das für dich ändern? Fangen wir vorne an. Wenig oder sogar gänzlich fehlendes Selbstbewusstsein ist nicht rational. Es ist nicht so, dass wir wirklich weniger wert sind als andere. Meiner Erkenntnis nach hat fehlendes Selbstbewusstsein in der Regel zwei Ursachen. Erstens ist meistens die Selbstwahrnehmung gestört. Das heißt, dass man überkritisch mit sich selbst umgeht, während man bei anderen alles glorifiziert.

Nehmen wir die Sozialen Medien als Beispiel. Es war noch nie einfacher sich von schillernden Instagram Profilen, bis zur Unkenntlichkeit gephotoshoppten Modellfotos und einem scheinbar perfekten Leben beeindrucken zu lassen. Da kann man sich ja nur klein und unbedeutend vorkommen beim Blick auf das eigene Leben. Man übersieht dabei, dass dort nie das ganze Bild gezeigt wird. Das gestörte Selbstbild sorgt dann dafür, dass man immer mehr Fokus auf genau diese Punkte legt: Die Schwächen an einem selbst und die Stärken anderer. Logisch, dass so das Selbstbewusstsein leidet.

Zweitens habe ich beobachtet, dass unsichere und wenig selbstbewusste Menschen oft emotional sehr intelligent und feinfühlig sind. So würde ich auch mich selbst beschreiben. Während andere einfach drauf los rennen, einfach das machen, was sie wollen, analysieren und überdenken unsichere Menschen alles zig mal. Was aber meist fehlt, sind ein Sinn und eine Richtung im Leben. Die große Frage WARUM ist nicht beantwortet. Das übergeordnete Warum im Leben würde Kraft und Stärke geben, würde trösten und auffangen und uns verstehen lassen, wie wertvoll und wichtig unsere Unterschiede zum „Normalen“ oder „Perfekten“ sind. Leider wird uns oft weder in der Schule, noch im Elternhaus beigebracht, wie man so denkt.

Mit System zu Lösung

Was kannst du also tun, wenn du dich in einem oder beiden dieser Punkte wiedererkennst? Ich habe hier von ja auch von meinen Unsicherheiten gesprochen. Erstens war das nur ein kleiner Ausschnitt – das wahre Ausmaß würde den Rahmen dieses Artikels eindeutig sprengen – und zweitens kann ich gar nicht genug betonen, wie sehr diese mich bedrückt haben. Aber an einer Sache hat es mir zum Glück nie gemangelt: Der Vision einer idealen Zukunft! Dieses Wissen um eine bessere Zukunft hat mich härter dafür arbeiten und vieles ertragen lassen. Ich war bereit dafür zu kämpfen, Arbeit und Energie zu investieren und vor allem nicht auf Andere zu hören. Es war schließlich MEIN Weg.

Während dieses Weges habe ich zu mir selbst gefunden und mich akzeptieren und lieben gelernt, so wie ich nun mal bin und hatte ein Werkzeug, dass mich dabei begleitet hat und dem ich unglaublich viel verdanke: Einen schriftlichen Lebensplan!

Über die Jahre habe ich diesen positiven Effekt an vielen weiteren Menschen beobachten dürfen, mit denen ich genau diesen Lebensplan als Methode zum Karriere-Booster entwickeln durfte. Aber warum hilft ein Lebensplan so sehr und wie schreibt man den?

In drei Schritten zum Lebensplan

So ein Plan besteht aus meiner Sicht immer mindestens aus drei Elementen. Zuerst muss definiert sein, wo es hingehen soll. Was würde dich glücklich machen? Wie stellst du dir dein ideales Leben vor? Hier ist wildes Träumen absolut erlaubt und sogar erwünscht. Achte aber darauf, dass es wirklich deine Ziele sind und nicht die, die andere für dich haben. Sonst wirst du nie vollen Einsatz dafür geben und durch deren Erreichen auch kein glücklicheres Leben führen.

Als zweites ist es wichtig, seinen Status Quo, also den heutigen „Zustand“ ehrlich und gründlich zu analysieren. Also, wie sind die Dinge aktuell? Was kannst du gut, was nicht? Da es Menschen mit wenig Selbstbewusstsein themenbedingt oft schwerfällt sich realistisch einzuschätzen, sollten idealerweise auch andere befragt werden, die einen gut kennen und einschätzen können.

Jetzt kann Schritt drei folgen: Den Weg vom Heute hin zu der Zielzukunft zu planen. Die Lösung kann maßgeschneidert und genau an die eben erkannten Talente und Fähigkeiten angepasst werden, denn jeder kann irgendetwas besonders gut. Sich selbst wirklich auszurechnen ob etwas gehen kann oder nicht und dann eine echte Strategie für den Weg zu entwickeln, schafft ein Grundvertrauen in den Plan und damit sich selbst.

Es ist ja in dem Moment zumindest auf dem Papier bewiesen, dass es gehen kann und so lässt sich der Weg im echten Leben dann auch leicht realisieren. Ich durfte über die Jahre mehrfach die unglaubliche Wirkung so eines Plans miterleben. Also, probiere es aus, du wirst begeistert sein.

By | 2017-10-09T10:14:28+00:00 Oktober 3rd, 2017|Marketing, News, Uncategorized|